Die Valle Anzasca liegt am
Osthang des wunderschönen Monte Rosa-Massivs. Das Monte Rosa-Massiv ist nach
Ausmaßen und Höhe das weitläufigste der Alpen, man möchte fast sagen "eine
riesige Kathedrale aus Eis und Fels", deren Spitzen sich bis zu 4.635 Meter
erheben. Das Gebiet ist ideal für lange Spaziergänge, Wanderungen und
Klettertouren sowie für alle Arten von Wintersport: Langlauf und Abfahrt,
aber auch Schlittschuhfahren und weniger verbreitete Sportarten wie
Paragliding und Heli-Skiing gehören dazu.
Charakteristisch ist
die Gemeinde der Walser, Hüterin einer antiken Kultur und Sprache
germanischen Ursprungs, die noch heute von den Bewohnern des Ortes mit
großer Sorgfalt und Zuneigung bewahrt und gepflegt werden.
Besondere
Beachtung gebührt der über 700 Jahre alten Linde in dem Ort Staffa, die eine
wichtige Rolle in der Volkstradition spielt, sowie der Goldmine "Miniera
d'oro della Guia" in Borca (Ortsteil von Macugnaga). Auch wenn sie heute
nicht mehr in Betrieb ist, so war sie doch die größte Goldmine Italiens und
kann besichtigt werden. Der vorgegebene Besichtigungsweg ist besonders
interessant im Hinblick auf die Landschaft und die mineralogische
Beschaffenheit; des weiteren liegen die gegen Mitte des 14. Jahrhunderts
erbaute Chiesa vecchia und der nahegelegene Friedhof am Weg; letzterer
dokumentiert die Geschichte der Opfer, die die Besteigung des Monte Rosa im
Laufe der Jahre gefordert hat.
Vor allem im August kann man in 2 Orten der Valle Anzasca, Bannio und Calasca, die Paraden der traditionellen zu Beginn des 17. Jahrhunderts gegründeten Armee und Konzerte besuchen, die die vielseitige Begabung der Bewohner für Musik und Folklore unter Beweis stellen.